Aktuelles & Veranstaltungen

 

Lesung im Weinlager

 MÄNNER SIND WIE MAULTIERE

 Erotische und witzige Paargeschichten

 SA 2. Dez. 2017 von 20-22 Uhr,

 

Die Radiomoderatorin Elske Brault hat lange nur für die Schublade geschrieben. In diesem Jahr hat sie ihren ersten Roman veröffentlicht: „Geheime Fluchten“ (www.geheime-fluchten.de). Eine Frau verliebt sich da unsterblich in einen verheirateten Mann und stalkt ihn sogar, obwohl er ihr von vornherein klar gemacht hat, dass es sich für ihn nur um ein sexuelles Abenteuer handelt.

 

Auch in den Kurzgeschichten sind Frauen gefährliche Wesen: Eine Firmenchefin engagiert einen jungen Schauspielstudenten für sadistische Spiele. Eine ökologisch engagierte Tierliebhaberin rastet aus, als Ameisen durch ihre Wohnung laufen. Und eine in ihrer Dauerbeziehung leicht frustrierte Urlauberin stellt fest: „Männer sind wie Maultiere.“ Aber müssen moderne Frauen tatsächlich ihre Männer vorwärts peitschen, weil die nicht von alleine laufen?

 

Unverblümt direkt, urkomisch, bissig und scharf sind (noch) harmlose Umschreibungen für das, was kommt. Und wer kommen mag, muss schon ein bisschen stark sein. Es lohnt sich! Zur Lesung von Elske Brault gibt's von Josef Simon die passenden Weine im unpassenden Moment - oder umgekehrt. Lustig wird's auf jeden Fall.

 

 

 

Termin: Samstag, 2. Dez. 2017 von 20-22 Uhr

Ort: Josef J. Simon, Vogteistr. 15, 79112 Freiburg-Tiengen
(3 Häuser oberhalb vom Gasthof Lamm - Bushaltestelle Freiburger Landstraße oder Vogteistraße).

 

Der Eintritt ist frei - allerdings ist die Teilnehmerzahl auf 30 Personen begrenzt. Deshalb ist eine Reservierung nötig - per Email bei: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

 

 

Krimi-Wein-Kunschd Nacht, Dritter Termin: DO 7.12.2017

Weil's so schön ist, findet das 3 fache Event am DO 7. Dez. zum dritten mal statt.

  • Harry der Zeichner gibt sein Bestes auf Papier
  • Ulrich Land liest aus seinem Roman Lolitas späte Rache
  • Josef Simon schenkt passende Weine aus und ein

Zeit: 20-22 Uhr, Ort: Freiburg-Tiengen, Freiburger Landstr. 29
(Zwischen Volksbank und Aral Tankstelle den Fußweg hochlaufen).

Der Eintritt ist frei - allerdings ist die Teilnehmerzahl auf 40 Personen begrenzt.
Deshalb ist eine Reservierung nötig - per Email bei: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Trari-trara der Herbst ist da! (21.09.2017)

Kurz-Version: es gibt 2017 weniger Wein, dafür guten!

Das Foto zeigt am Spätburgunder: hier gibt es manchmal nur 4-5 Trauben pro Stock (12-15 Trauben wären normal). 

 

[Lange Version]: Schneller als gedacht - und wir denken schon schnell - ist 2017 der Herbst gekommen. Genaugenommen: die Weinernte. Bereits 95 Tage nach der Blüte, die am 1. Juno startete, holten wir am 4. September unsere Rivaner Trauben auf dem Kammertal.

Damit wir optimale Reifegrade selektieren können, setzen wir diese Jahr zu 100% auf Handlese. Bei der Alkokohl-Gradation erreichen wir eine schönes Spektrum: die jungen, frischen Weine werden leichte 11,5 Prozentchen haben (Cuvée und Rivaner), Sauvignon Blanc und Rosé dürften sich bei 12,5% einpendeln. Die Burgunder (Weiss und Grau) werden kraftvolle 13-13,5 Prozentpunkte erreichen. Unser "Größenvorteil": mit 4 Hektar sind wir so klein, dass wir die einzelnen Sorten immer genau zum richtigen Reifezeitpunkt ernten können. Das hilft uns auch bei den Bukett-Sorten (Muskateller und Sauvignon Blanc) die Trauben bei optimalen Aroma zu ernten.

Als äußerst positiv erwies sich unser Trauben-Design. Im Juli/August sezten wir die Schere ein und schnitten aus etlichen Burgunder-Trauben jeweils ein Drittel der Beeren heraus. Das half sehr gut, die kompakte Traubenstruktur aufzulockern, so dass die Trauben sich nicht abdrückten und länger gesund bleiben können.

 

Vom Dritteln der Trauben profitierten gerade die Sorten, die zu Kompaktheit neigen: Spätburgunder, Grauburgunder, Weissburgunder und Muskateller. Das folgende Bild zeigt zwei Muskateller Pracht-Expemplare, denen das Trauben-Design gut getan hat. Man sieht: die Trauben sind zwar gut gefüllt, quetschen sich aber nicht ab. Die wenigen faulen Beeren haben eine andere Ursache: Ameisen!

Und die waren 2017 für mich ganz besonders ärgerlich. Die kleinen tierischen Freunde finden die Trauben nämlich auch ganz toll, bohren kleine Löchlein in die Beeren und bedienen sich am zuckerreichen Inhalt. Leider führt diese Fraßtätigkeit zur Fäulnis von einzelnen Beeren. Bei der Wein-Ernte selektieren wir die faulen Beeren (mit ausgefeilter Schnitt-Technik) dann wieder mühsam heraus.

 

Unsere Herbster kommen aus der ganzen Welt. Für die Arbeit an abschüssigen Böschungen haben sich Schweizer bewährt (Berg Erfahrung).

  

In den Weiten der langen Reihen fühlen sich Brasilianer im Element (Pampa Erfahrung).

 

 

Und wo es gilt, penibel und genau zu arbeiten, kommen kecke Schwäbinnnen zum Einsatz.

Für die Vermittlung zwischen den Kulturen, für diffizile Übersetzungsarbeiten und vinophile Leertärigkeiten konnten wir einen erfahrenen Franko-Engländer gewinnen.

Nach getaner Arbeit gibt es für die Herbster immer was zu Essen - und jeweils von dem Wein, der gerade geerntet wurde. Hier ein Foto vom Rosé-Lesetag mit Kürbissuppe und internationalen Helfern. 

 

 

Zum Abschluss noch ein Foto von den sauber selektierten, bildschönen Muskateller Trauben.

 

Fazit: 2017 gibt es weniger - und wir machen das beste draus: tollen Wein, der richtig Spass macht!

 

 

Frost killt junge Triebe (20.4.2017)

In den Morgenstunden des 20. April schlug in weiten Teilen Deutschlands der Frost zu. Auch bei unseren Reben in FR-Tiengen.

Am stärksten geschädigt sind die Triebe, die am weitesten entwickelt waren und eine Länge von 5-10 cm hatten.  Das betrifft bei uns z.B. die Muskateller und den Rivaner. Hier sind rund 70-80% der Haupttriebe erfroren. Knospen oder Sorten, die es nicht ganz so eilig hatten und in ihrer Entwicklung noch nicht so weit waren (2-4cm) sind weniger stark vom Frost betroffen. Das betrifft z.B. den Grauburgunder. Hier sind rund "nur" ca. 50-60% der Haupttriebe tot.

 

Auch scheinen höhere Lagen den Frost ein bisschen besser weggesteckt zu haben als tiefere Lagen. Auf dem Hauser und auf dem Schneckenberg, wo rund die Hälfte unserer Rebfläche liegt, sind ca. 80-90% der Triebe aus den Haupt-Augen kaputt. 

[Nachtrag 28. Sept 2017]: Die Reben haben im Laufe der Vegetation enorme Kompensations-Leistungen vollbracht. Von den gut verblühten Gescheinen, ließ der Rebstock alle Beeren wachsen - es gab so gut wie keine Verrieselung. Und in die wenigen Trauben pumpte der Rebstock die ganze Kraft. So sind 2017 sehr groß-beerige, dicht gepackte Trauben entstanden, die manchmal 150% des normalen Traubengewichtes erreicht haben.

Die Frostfolgen fallen (durch die Kompensation) häufig geringer aus, als noch im Mai 2017 befürchtet. Damals gingen wir von rund 50% eines Normal-Ertrages aus. Gemessen an unserem Ziel-Ertrag von 80/kg haben wir 2017 frostbedingte Ertragsausfälle, die zwischen 0% bis 50% varriieren - je nach Rebstück.

Über den Gesamt-Betrieb wird es voraussichtlich einen Minderertrag von ca. 30% geben. Genau wissen wir erst, wenn alle Trauben geerntet sind.

 

 

 

 

Simon Weine probieren - immer samstags 11-12 Uhr

Im Mai 2017 präsentieren wir die Weine des Jahrgangs 2016 - das wird spannend! Denn 2016 bringt Weine mit einem breiten Spektrum von Aromen und Prozenten. Das reicht vom leichten Erfrischer bis hin zum strammen Kraftprotz. Ingesamt präsentieren sich die 2016er ähnlich wie 2014: duftig, leicht und sehr aromatisch. 

Der Jahrgang 2015 in einigen Sorten noch vorrätig - immer mit Saft und Kraft und Bumms. Dieser Jahrgang beschert große Gaumenfreuden, d.h. man erlebt mit diesen Weinen eine große Mundfülle und ein langes Finish.

Wer auf Frische, Leichtigkeit und Duftigkeit steht, wird mit 2014 sehr sehr glücklich. Hier haben wir noch einige Flaschen vom knackigen Weissburgunder (gut zum Spargel) und vom schlanken Grauburgunder (Typ Pinot Grigio)

Sie möchten Wein kaufen? Jederzeit!

Wir sind immer für Sie da - nur manchmal eben in den Reben. Am sichersten erreichen Sie uns immer samstags von 11-12h auf dem Hof. Dann können Sie gern alle Weine probieren, die Sie interessieren. Unsere Weine: trocken, gradlinig, schön. Josef J. Simon, Vogteistr. 15, FR-Tiengen, Tel. 07664-6116 480.

 


Josef J. SIMON, Wein
Vogteistrasse 15
D-79112 Freiburg-Tiengen

www.josef-simon-wein.de
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
tel (+49)7664-6116.480
fax (+49)7664-6116.472

 

 

Am Freitag 7. April 2017 war es wieder soweit: Die Temperatursumme zeigte den bevorstehenden Mottenflug des Traubenwicklers an. Deshalb strömten die Tiengener Winzer in die Reben, um der Motte den Kampf anzusagen. Die Waffen: Spaghettis! So nennen die Winzer die roten, rund 25 cm langen Kunststoff-Drähtchen, die sie am ganzen Tuniberg verteilen und mit einer Schlaufe um die Biegeruten schlingen.

(Bild: Heinz Schächtele)

Was zunächst esoterisch anmutet und an biodynamisches Kuhhorn-Vergraben erinnert, hat es in sich: Die Kunststoff-Drähtchen sind mit Sexual-Lockstoffen getränkt, mit sogenannten Pheromonen, und diese machen Männchen ziemlich heiss und wild. Denn die Pheromone signalisieren den Männchen über Duft: hier ist ein Super-Weibchen, das will wilden Sex und zwar sofort. Die Männchen des Traubenwickler lieben diesen Duft und folgen ihm. Weil allerdings die Winzer diese Pheromone überall im Rebberg verteilen - genaugenommen mindestens 510 Spaghettis pro Hektar - kann das Männchen sein Weibchen nicht finden. Es fliegt verwirrt durch den Rebberg, von Duftquelle zu Duftquelle und findet seine Gespielin nicht, die er doch überall riecht. Verwirr-Methode heisst diese biologische Bekämpfungsverfahren, das auch im integrierten Pflanzenschutz inzwisch seit Jahrzenten etabliert hat.

 

Die Tiengener Winzer wenden dieses Verfahren nun schon seit 30 Jahren an - mit großem Erfolg: Die Traubenwickler-Motte, die früher Ihre Eier in die Traubenbeeren abgelegt hatte und dadurch Sauerwurmbefall und Fäulnis auslöste, wird durch das Pheromon-Verfahren jedes Jahr auf's Neue in Schach gehalten.

 

In Tiengen erfolgt die Ausbringung der Pheromon-Spaghettis in einer gemeinschaftlichen Aktion. Dabei beteiligen sich neben den rund 20 Haupt- und Nebenerwerbs-Winzern glücklicherweise auch jedes Jahr 30-40 ehrenamtliche Helfer. Auf diese Weise lässt sich die gesamte Tiengener Rebfläche von rund 100 Hektar innerhalb von 3-4 Stunden mit Pheromon-Dispensern bestücken. Das klappt ganz gut und macht in der großen Truppe jede Menge Spass. Für den Traubenwickler sind die Tiengener Winzer und ihre ehrenamtlichen Helfer echte Sex-Killer. Dass sie dem lustvollen Genuss eigentlich sehr zugewandt sind und das irdische Dasein mit seinen Gaumen- und Zungenfreuden eher genießen als bekämpfen wollen, beweisen die Tiengener spätestens beim gemeinsamen Vesper. Denn das gibt es jedes Mal - nach getaner Arbeit.

 

 

Die nachfolgenden Fotos geben einige Einblicke in die konzertierte Aktion der Pheromongemeinschaft Freiburg-Tiengen vom 7. April 2017

 

 

 

(Bild: Heinz Schächtele)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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